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Bituminöser Dichtungsbau in Hieflau

Mit Grill, Dumper und Radlader

Hieflau, 02.09.2011. Wasser marsch! Bis diese Anweisung am Wagspeicher des Kraftwerks Hieflau in Österreich ertönt, wird es noch bis Oktober dieses Jahres dauern. Denn momentan wird im leeren Becken kräftig gewerkelt.

Der Grund: Der Speicher des Wasserkraftwerks muss neu abgedichtet werden. Die nötigen Arbeiten führt seit Anfang dieses Jahres die Firma Walo Bertschinger AG, Abteilung Damm- und Deponiebau, durch. Mit Unterstützung von Maschinen, Geräten und Dienstleistungen des Vermietspezialisten MVS Zeppelin Österreich trägt das Schweizer Unternehmen täglich bis zu 2.000 Tonnen Asphalt auf – je nach Witterung.

Die Sonne scheint, die Walzen brummen, der heiße Asphalt schickt Rauchwolken in den blauen Himmel über der Steiermark. Es ist ein schöner Tag im August, und das ist auch gut für WALO. Denn mit bituminösen Abdichtungen, auf die die Abteilung Damm- und Deponiebau spezialisiert ist und die seit Mai im Speicher in Hieflau aufgetragen werden, kann nur bei guten äußeren Bedingungen gearbeitet werden: Dringt Regen in den Asphalt ein, wirft er im Laufe der Zeit Blasen.

Mit diesen und anderen Anforderungen ist das Schweizer Unternehmen seit Februar in Hieflau beschäftigt. Um überhaupt mit den Abdichtungsarbeiten beginnen zu können, musste im leeren Becken in einem ersten Schritt zunächst die obere, alte Asphaltschicht abgefräst werden. Unterstützt wurde WALO hier bereits von MVS Zeppelin Österreich. Denn Bauleitung und Arbeiter haben neben Maschinen und Geräten für die Bauarbeiten natürlich auch Bedarf an Büro- und Sanitärräumen. Der Vermietspezialist rüstete die Baustelle deshalb mit einem kleinen, zweistöckigen Containerdorf aus. Zwei Sanitärcontainer sind vor Ort, außerdem dienen 12 Container als Büros, Aufenthaltsräume und zur Lagerung von Material. Ein besonderes Schmankerl: Zwei Raummodule sind mit einer Dachterrasse ausgestattet. Hier sitzen die 26 Arbeiter abends zusammen, sogar einen eigenen Grillplatz gibt es. Das fördert den Zusammenhalt und die Stimmung im Team. Die ist allerdings ohnehin meist gut.

Die Baumaßnahme am Speicherbecken wurde in zwei Lose geteilt: Erdbau und Dichtungsarbeiten. Nachdem im März und April von einer Arge mit den Erdarbeiten der Grundstein für das Projekt gesetzt wurde, legten die Schweizer im Mai so richtig los. Auf die Sohle des Beckens, das insgesamt knapp zwei Millionen Kubikmeter Wasser fasst, wird zunächst ein 9 cm dicker Binder, dann eine 7 cm dicke Dichtung aufgebracht. Anders verhält es sich an der Böschung des Beckens, hier wird mit zwei Dichtungen gearbeitet. Auf eine 5 cm dicke Dichtungsschicht folgen 8 cm Drainasphalt, darauf noch einmal eine Dichtung mit einer Dicke von 7 cm. Der verwendete Asphalt ist dicht gegen den Druck von Wasser und verhindert damit dessen Absickern. Außerdem kann die bituminöse Abdichtung Spannungen durch große Temperatur- und Lastwechsel aufnehmen und abbauen, ist flexibel, widerstands- und alterungsbeständig, umweltfreundlich und standsicher an Böschungen. Genau diese Eigenschaften sind am Speicherbecken in Hieflau gefragt. Dass sie auch tatsächlich zutreffen, prüft ein eigener Laborant zwischen zwei- und dreimal täglich anhand von Proben. Er kontrolliert das Mischgut, das in einer eigenen Asphaltmischanlage hergestellt wird, sowie die Rohstoffe.

Bei den Asphaltierarbeiten selbst, die seit Mai durchgeführt werden, wird auf Mietgeräte und -maschinen von MVS Zeppelin Österreich zurückgegriffen: Zwei Dieseltanks mit je 1000 Litern Fassungsvermögen sind im Einsatz, außerdem ein Brauchwasser-Transportanhänger. Er fasst 3000 Liter und wird von einem Dumper – ebenfalls aus dem Mietprogramm von MVS Zeppelin Österreich – gezogen. Benötigt wird das Wasser für die Walzen. Diese müssen ständig benetzt werden, um ein Ankleben des heißen Asphalts zu verhindern. Eine besondere Aufgabe hat der angemietete Radlader: Er ist unter anderem für die Abschrägung der Bahn- und Tagesnähte am Ende der Arbeitstage zuständig. Die Nähte zwischen den einzelnen Asphaltbahnen sind besonders wichtig, denn auch hier muss Dichtheit gewährleistet sein. Deshalb werden sie angeschrägt, gereinigt, getrocknet und mit Bitumen angestrichen, bevor sie mit Infrarotheizgeräten aufgewärmt und mit Vibrationsstampfern nachverdichtet werden. Polier Martin Cortolezis: „Die Geräte und Maschinen von MVS Zeppelin Österreich sind wichtig für uns und deshalb ständig im Einsatz.“

Insgesamt trägt WALO mit Hilfe von MVS Zeppelin Österreich im Wagspeicher Hieflau etwa 82.000 Tonnen Asphalt auf eine Fläche von 185.000 m² auf. Das Becken samt seiner alten Abdichtungen ist seit 1963, also knapp 50 Jahre, in Betrieb – die Zeit für eine Generalsanierung war deshalb gekommen. Bereits das dritte Jahr in Folge arbeiten die Schweizer und MVS Zeppelin Österreich nun zusammen, das Projekt in Hieflau ist das vierte gemeinsame. Auch mit seinen dort vermieteten Maschinen, Geräten und Raumsystemen zeigt der Vermietspezialist einmal mehr seine breite Produktpalette. Alfred Gimpl, Leiter der Mietstation in Graz: „Wir konnten unseren Kunden deshalb so gut unterstützen, weil wir ihm viele Lösungen aus einer Hand angeboten haben. So sorgen wir sowohl für die mobilen Räumlichkeiten als auch für die richtigen Geräte und Maschinen, die benötigt werden.“ Damit das Wasser bald wieder in den Wagspeicher fließen kann...

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